3.
Aus unserer Selbstzerstörung lernen.
Wir dürfen nicht warten bis niemand mehr da ist.




Die Ökonomie unserer Kapitalgesellschaft spaltet die Gesellschaft in eine unüberwindbare Kluft zwischen arm und reich

Die soziale Ungleichheit nimmt nach einer Studie von Oxfam weltweit dramatisch zu.
1% der Gesamtbevölkerung besitzen mehr Privatvermögen als die restlichen 99% der Weltbevölkerung.
Die Schere zwischen arm und reich klafft in Russland am weitesten auseinander, dort besitzen die 100 reichsten Russen 1/3 des russischen Gesamtvermögens.
Im Singapur- Freeport ist, in den wohl sichersten Bunker der welt, dass weltweit größte Vermögen (Kunstgegenstände Gold Wein....)  im Wert von circa 4000 Milliarden US$ steuerfrei deponiert.   

In der am 18. Januar 2016 in Berlin veröffentlichten Expertise fordert die Entwicklungsorganisation, Steueroasen auszutrocknen und große Vermögen stärker zu besteuern. (Die Enthüllung der "Panama Papers" vom 03.04.2016 belegen das Gegenteil)
Nach dem Bericht "An Economy for the 1 Percent" nahm das Gesamtvermögen der ärmeren Hälfte der Weltbevölkerung in den vergangenen fünf Jahren um rund eine Billion US-Dollar ab - was rund 41 Prozent entspricht.
 Parallel dazu sei das Vermögen der reichsten 62 Personen um mehr als eine halbe Billion US-Dollar gewachsen.

Armut ist greifbar, Wohlstand bleibt abstrakt.
Wenn die Geschichte recht hat, dann wird sich die Kluft  irgendwann wieder schließen.
Laut "Myles Little" gibt es nur 3 Wege:
Steuerreformen
Revolution
oder
Krieg


Entwicklungsziele der UNO

Die Post-2015-Agenda umfasst 17 grundlegende Entwicklungsziele, die in 169 Unterpunkten ausgeführt werden. Das oberste Anliegen ist die Beendigung der extremen Armut "in allen Formen und überall in der Welt". Sie betrifft derzeit mehr als 800 Millionen Menschen, die mit weniger als 1,25 Dollar (1,11 Euro) pro Tag auskommen müssen. Die meisten von ihnen leben in Afrika und in Asien. Zudem soll der Zugang zu Gesundheitsversorgung und Bildung verbessert und die Gleichberechtigung der Geschlechter vorangetrieben werden. "An Economy for the 1 Percent" nahm das Gesamtvermögen der ärmeren Hälfte der Weltbevölkerung in den vergangenen fünf Jahren um rund eine Billion US-Dollar ab - was rund 41 Prozent entspricht. Parallel dazu sei das Vermögen der reichsten 62 Personen um mehr als eine halbe Billion US-Dollar gewachsen.


Die Zeichen unserer Selbstvernichtung sind nicht zu übersehe:
Nach dem Ende des kalten Krieges, in den 80 er Jahren, entwickelte sich in der westlichen Welt, ein glühender Kampf um natürliche Ressourcen.
Kaum merkbar potenzierte sich eine apokalyptische Zerstörung natürlicher Lebensräume durch die un- wiederkehrbare Ausbeutung natürlicher Rohstoffe.
Die bittere Ironie ist, dass die ärmeren Länder kaum Vorteile von der Übernutzung des Planeten haben, gleichzeitig aber am stärksten unter den Folgen leiden.
Trotz menschlicher Weisheit und wissenschaftlichen Erkenntnisse, bestimmt unsere kapitalistische Gesellschaftsordnung nicht die Vernunft sondern die Gier nach Geld, und Macht.
Solange wir unsere brennenden Wälder nicht löschen und unsere fossilen Rohstoffe leichtsinnig verbrennen, rückt der Mensch einer apokalyptischen Selbstvernichtung immer näher.
Die großen Energieversorgungsprojekte der Welt, wie der Bau von Atomkraftwerken, Gas-Pipeline oder Ölbohrtürme werden nicht von ökologischen oder nachhaltiger Umweltpolitik bestimmt, sondern von politischem Einfluss, wirtschaftlicher Macht und dem Machenschaften der Lobbyisten bestimmt.
Nach der Kyoto-Konferenz wurde von der Politik das Instrument des Emissionshandel geschaffen, in dem man große Hoffnungen, für die Senkung der Emissionswerte, setzte: 
Indem man Verschmutzungsrechte ein Preisschild umhängt und als
Tonne CO2 an den Börsen handelt. Doch knapp 10 Jahre nach der Einführung ist dies Idee von der Klimarettung gescheitert. D
ie Wertpapiere sind fast unverkäuflich und der weltweite CO2  Ausstoß  hat sich verdoppelt.
Statt Umweltverschmutzung teuer zu machen, hat die Europäische Union immer mehr Ausstoßrechte  verschenkt. Es spielt für die Umwelt auch  keine Rolle wie teuer eine Tonne CO2 ist, der Schaden für das Klima  ist preisunabhängig und ausnahmslos.
Hinzu kommt, dass die Industrie sich den europäischen Klimagesetzen  entzogen hat und in Länder, ohne  CO2-Auflagen, geflüchtet ist.
 Infobrie10-2013

 
http://www.emissionshaendler.com/fileadmin/emissionshaendler/Dateien/Emissionsbriefe/2013_
Emissionsbriefe/CO2-DE-Emissionsbrief_10-2013_Klimakonferenz_und_Airlines_.pdf  
                                           Tabelle

Zusagen und Ziele der G7-Staaten

Das die Weltwirtschaft auf fossile Energieträger wie Kohle, Öl und Gas verzichten kann.
                                                         Das der Ausstoß von Treibhausgasen bis 2050 im Vergleich zu 2010 um bis zu 70 Prozent                                                                                                            reduziert wird, wäre zwar ein erster Schritt, doch in 35 Jahren werden ganz andere Politiker                                                                                                         über  die Reduzierung von  Treibhausgasen bestimmen.

Laut Neu York Tims: stößt China zur Zeit 17 % mehr CO² aus als sie selber angibt, das ist soviel wie ganz Deutschland an Emissionswert in die Luft abgibt. 

co2

Also war Elma wie Kyoto nur eine formelles Zugeständnis ohne wirkliche Zielverfolgung?

Vom 30. November bis 11. Dezember 2015 tagte in Paris der Klimagipfel mit über 190 Staaten. Frankreichs Außenminister Laurrent Fabius hat alle Mitgliedstaaten, durch sei diplomatisches Geschick, verpflichtet, durch den dauerhaften Verzicht von fossilen Brennstoffen und durch die Bereitstellung von finanziellen Mitteln, (die von den reichen Industriestaaten für die ärmeren Schwellenländer als Hilfe und Entschädigung bei Klimaschäden zugesichert wurden), die drohende Klimakatastrophe entgegenzuwirken.
Auch der Politik und deren Machthaber können sich den öffentlichen Druck der Wissenschaft, Medien und den der Bürger nicht mehr widersetzen. Dass unsere Zukunft nur durch eine umweltschonende Industrie ein Chance hat ist wohl sehr gering. Doch die Vereinbarungen sind die ersten Schritte, seit dem 23 jährigen Verhandlungsmarathon, in die richtige Richtung. 

Vereinbarungsergebnis:

Das Paris-Abkommen ist der erste internationale Vertrag, in dem Industrie- und Schwellenländer gemeinsam erklären, ihre Treibhausgasemissionen einzudämmen.
Ziel ist es, die Erwärmung der Erde gegenüber dem vorindustriellen Zeitalter  möglichst auf 1,5 Grad,  maximal aber auf 2 Grad Celsius zu beschränken.
Grundlage des Abkommens sind freiwillige  Klimaschutzpläne,  welche 186 Staaten zur Konferenz eingereicht haben.
Selbst wenn sämtliche Staaten diese Versprechen einhalten sollten, würde das 2-Grad-Ziel klar verfehlt.
Daher sieht das Abkommen vor, dass die Staaten von 2020 an (erstmals 2018) alle fünf Jahre neue oder überarbeitete Pläne einreichen müssen, in denen sie ihre Anstrengungen nachbessern. 

Vorreiter dieser  Klimaziele ist die sogenannte  "Koalition der Ambitionierten"  die mehr wollen als den Status que. In dieser Koalition sind schon mehr als 100 Staaten (darunter befindet sich u.a. Europa, Brasilien Mexiko die USA)

Allerdings sollen alle 5 Jahre die  Werte nach oben korrigiert werden  um bis 2050 weitgehend von fossilen Energien wie Kohle, Öl oder Gas loszukommen. Die Schwellenländer die am stärksten durch  Klimaveränderungen betroffen sind, aber die geringsten Emissionswerte haben werden dann wohl mit finanziellen Maßnahmen beruhigt. Ein wirklicher Wandel ist das noch  nicht, es sind korrigierbare und diffuse Langzeitversprechungen für dessen Einhaltung  am Ende niemand die volle Verantwortung übernimmt. Die Unterzeichner dieser Verträge werden 2020 wohl kaum noch an politischen Entscheidungen beteiligt sein.

Es bleibt nur zu hoffen, das ein gemeinsamer Klimaschutzvertrag zustande kommt.

Quelle: Handelsblatt Online


Beispiele globaler Selbstzerstörung:
W
eltweite Klimaveränderungen, Naturkatastrophen,

Überbevölkerung, globale Finanzkrisen,
religiös-ethnische Bürgerkriege, militärische Einsätze
und organisierte Hackerkriege im Internet. Sind u. a.
die Folgen wirtschaftlichen Gier, persönlicher
Machtinteressen und um den Besitz der Ressourcen
zu sichern.    
                                  
                          
   Fakten

Die russische Gaspipeline "Sauth Strem" und  OAO Gazprom sowie das kaspische Gas der "NABU-Pipeline"  die  über die  Türkei Europa mit  Energie versorgen sollen, werden politische und religiöse Konflikte auslösen. Siehe Video: Gazprom und Putin
Auch wenn der Bau der Sauth Strem Pipeline mit seinen geplanten 63 Milliarden Kubikmeter russisches Gas, das über den Boden des Schwarze Meers in die EU befördern sollte, verworfen wurde, so plant Moskau mit Hochdruck an dem "Turkish Strem" Projekt mit dem das Gas, mit grieschischer Beteiligung, bis an die türkische Küste befördert wird. (Durch den türisch-russischen Konflickt 2015 / 2016 ruht das Projekt)

Datei:Nabucco Gas Pipeline-de.svg
 Nabucco Gaspipeline.de

Fracking in USA und Kanada sind die ersten Länder die aus Angst
 vor einer Abhängigkeit von Oel- und Gasstaaten, eigenes
Gasvorkommen aus aus tiefen Gestein auspressen und damit ihre Umwelt auf lange Zeit vergiften.
Dabei wissen sie, dass diese Ressourcen nur für eine kurze Zeit ihren Energiebedarf decken werden. Der Boden und dasGrundwasser wird aber für eine unbestimmte Zeit vergiftet sein.
Siehe Video: Gasland

frakinb


Pro Minute verschwindet laut "World Wide Fund for Nature" (WWF) weltweit eine Waldfläche so groß wie 35 Fußballfelder

In Indonesien werden stündlich 28 Fußballfelder Urwald  für immer vernichtet. 

In Kanada wird eine Fläche so groß wie England für Jahrzente für die Ölförderung vergiftet.

IKEA verbraucht jährlich 13,6 Million Kubikmeter Holz. Dieses Holz wir haupsächlich in Russland und aus dem rumänischen Nationalpark im Süden der Karpaten geschlagen und dann über mehrere Zulieferfirmen an IKEA geliefert.

wald            regenwald

 Zwei Milliarden Euro für das Leben auf der Erde

www.greenpeace.org

Konflikte um die Vorherrschaft auf die Rohstoffe unter dem schmelzenden Eis der Nordmeere sind
jetzt schon vorprogrammiert. Russland und Kanada sowie Skandinavien stellen dabei Maximalansprüche.
Die bevorstehende Knappheit des Wassers wird nicht nur unlösbare Probleme für die ärmsten Länder der Welt verursachen, gesellschaftliche und militärische Konflikte um Besitzansprüche, werden die immer wichtiger und wertvoller werdende Trinkwasserareale,  prägen und bestimmen.

Es gibt Unmengen von Geld und es wird immer Geld gedruckt hinter dem keine reale Leistung steht, gleichzeitig wachsen die globalen Schulden ins unermessliche, unser Wohlstand entwickelt sich aus einem unkalkulierbaren Kapital-System dessen ökonomisches Prinzip von der Gier und dem gegenseitige Misstrauen bestimmt wird.
Religiöser Fanatismus töten und verjagen Millionen von Andersgläubigen wobei die Mörder ihr eigene Land und damit ihre Zukunft mit den Waffen der westlichen Feinde  zerstören. Hunderttausende von Flüchtlingen werden auf ihre Flucht verhungern und verdursten weil der globale Waffenhandel  nur dann fluoriert wenn sie auch zum töten und zerstören benutzt werden, an wem und wo für ist da keine Option. „ Die Guten von heute sind morgen die Bösen und umgekehrt“ wer kennt sich da schon aus?.
Siehe Video: Weltweite Militärausgaben 2013


Wir haben mit dem globalen Handel (GATT und WTO) nicht nur  die Außenhandel erweitert und erleichtert, wie haben  auch  die Verantwortung für die wirtschaftlichen und sozialen Folgen dieser Entwicklung übernommen. Der  ökonomische Vorteil der Industrieländer durch z. B. Produktionsverlagerung in Billiglohnländer verursacht, durch Ausbeutung der Menschen und der Zerstörung ihrer Umwelt entsteht eine Verarmung und Verelendung auf Kosten einer westlichen Dekadenz. Am Ende werden die Mensch  sich gegen diese ökonomische Ausbeutung der Industriestaaten zur Wehr setzen.
Wenn Moral und Ethik in unserer Zivilisation eine Bedeutung haben, dann verbiete sie uns, den Menschen durch ökonomische Ausbeutung die Grundlage ihres Lebens zu entziehen, um dadurch unseren Luxus zu Vermehren.

Siehe Video: Hunger und Durst

Ein weiteres Beispiel: 2013 starben bei einem Einsturz einer Textilfabrik in Bangladesch, auf dem Rana Platza Gebäudes, 1134 Menschen, da Sicherheitsmängel einfach ignoriert wurden. Die Menschen die dort unter menschenunwürdige Bedingungen arbeiteten bekamen einen Mindestlohn von 50,-EUR , so dass sie gezwungen waren in Slums zu lebten. Die Welt war geschockt und es wurde versprochen menschwürdige Arbeitsbedingungen zu schaffen. Eine Gesamtentschädigung der Hinterbliebenen sollte 60 Millionen EUR betragen, doch der Betrag wurde auf 15 Millionen EUR gekürzt, so dass pro Person noch nicht ein mal 1000 EUR Entschädigung gezahlt wurde.
U.a. lässt auch die britische Billigmodekette "Primark" oder der deutsche Modehändler "KIK" in Bangladesch produzieren. Eine Kundin hatte 2014 angeblich in einer Hose von Primak einen Zettel mit dem Hilferuf  "SOS SOS SOS" gefunden. Es sieht wohl nicht danach aus, dass die Arbeitsbedingungen wirklich verbessert wurden. Im Gegenteil, man hat in einem GATT-Abkommen die Zollabgabe in den Billiglohnländer gestrichen, angeblich aus Gründen der Entwicklungshilfe , dabei nutzt  diese  Steuererleichterung  nur den  Importländer, die dadurch ihre Ware noch billiger anbieten können.
Das es auch anders geht zeigen Unternehmen, die bereits heute Zertifizierungen für nachhaltige Kleidung haben, beispielsweise das anerkannte GOTS-Siegel. (Global Organic Textile Standard)
Mehr als 3000 Unternehmen sind GOTS-zertifiziert, darunter bekannte Namen wie Tchibo. GOTS)  Greenpeace ist diesem Bündnis noch nicht beigetreten, da bei der Textilherstellung noch zu viel Chemikalien benutzt werden. So benötigt man für die Ausbleichen von Jeanshosen 1,6 km  Kaliumpermanganat und Chlor, obwohl man dies (wie einige Textilhersteller es bereits tun) auch mit reiner Sauerstoffbehandlung erzielen, es Dauer nur länger!
Rana Platza 2013 eingestütztes Textilwerk in Bangladesch weil Sicherheitsmängel ignoriert wurden



Anstieg der Weltbevölkerung:

9000 v. Chr. Ende der Steinzeit 1Millionen Menschen

1800 1Milliarden Menschen

2009 7 Milliarden Menschen

2050 10 Milliarden Menschen


Nur durch Nachhaltigkeit können wir die Endlichkeit der Ressourcen bewahren und somit unsere Zukunft sichern.  


     

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